Iron Maiden - No Prayer For The Dying
1 Januar 2008
Das Album No Prayer For The Dying stellte für die britische Kultband Iron Maiden einen mehr oder weniger heftigen Stilwechsel dar. Der Gitarrist Adrian Smith verließ die Band und wurde durch den ungestümm rockenden Janick Gers ersetzt. Nach den progressiveren und experimentelleren Epen Seventh Son Of A Seventh Son und Somewhere In Time besann sich die Band auf ihre Wurzeln, schrieb kürzere Songs und präsentierte einen wesentlich rockigeren Sound.
Für viele Fans schien dieses Album das erwartete Highlight gewesen zu sein. Jedoch finden sich auch hier nach mehrmaligen Hördurchgängen einige versteckte Perlen. Zunächst seien die soliden Rocker Tailgunner, Holy Smoke und Bring Your Daughter To The Slaughter erwähnt, die es damals in die Radios schafften und ebenso live abgefeiert wurden. Dazwischen liegen einige melodische Stücke, wie der Titeltrack, die zwar nicht den Hitfaktor der Singles vorweisen, aber in sich stimmig sind und deutlich auf die progressivere Seite der Band hinweisen.
Dennoch fällt die Stimmung bis hin zu Bring Your Daughter… rapide ab und es macht sich Langeweile breit. Zu ähnlich klingen Fates Warning, The Assassin und Run Silent Run Deep, um den Hörer vom Hocker zu hauen. Wer die Sonderausgabe des Albums mit Single Collection Nr. 5 besitzt wird mit vier gelungenen Cover Versionen (u. a. zwei von Led Zep) und zwei Live Mitschnitten vertröstet. Letzlich bleibt No Prayer For The Dying aufgrund des uninspirierten “Mittelteils” eher ein durchschnittliches Maiden Album, das kaum beim ersten Durchlauf zündet und wohl kaum eine längere Begeisterung beim Hörer hervorrufen wird. Wer die rockige Seite der Kultband mag, sollte dennoch reinhören. Der Fan greift selbstverständlich trotzdem zu.
6/10
Filed in Reviews
Tags: 6 Punkte, England, Heavy Metal, Iron Maiden, No Prayer For The Dying, NWOBHM
1 Januar 2008 at 6:51 Uhr nachmittags
An dieser Stelle sollte jetzt eigentlich der Fachkommentar des Staatsfeinds stehen… der ist aber irgendwie abgehauen auf den Prager Straßenstrich. Vielleicht holt er das ja nach.
1 Januar 2008 at 7:02 Uhr nachmittags
Dann warten wir eben
3 Januar 2008 at 10:56 Uhr nachmittags
Und hier ist er!
Entschuldige bitte - aber das kann ja nicht Dein Ernst sein, Holy Smoke und Bring Your Daughter als Highlights? Und nur 6 Punkte? Gerade The Assassin, Run Silent … Hooks In You und Mother Russia machen die B-Seite (ja, ich habe die 1990 als LP gekauft :-P) zu einem 9/10-Punkte-Teil und insgesamt sind 8/10-Punkte wirklich angebracht. Zugegeben es ist kein Piece of Mind und kein Powerslave, auch nicht so ungestüm wie das brillante Debüt, aber in meinen Augen ist No Prayer … das unterbewerteteste Maiden-Album überhaupt, mindestens die drei Folge-Alben sind definitiv schwächer, bei den neuen Alben ist es bei mir eher tagesformabhängig, No Prayer … bleibt für mich ein Klassikeralbum und der Abschluss der stärksten Maidenphase (1980-1990).
3 Januar 2008 at 10:58 Uhr nachmittags
Gar nicht auf der Neck Fracture heute abend? Nun gut, dann muss ich nochmal reinhören (wie immer).
4 Januar 2008 at 8:33 Uhr vormittags
Gut, nachdem der Meister jetzt endlich gesprochen hat, nachdem er im Prager Bahnhofsviertel mit einer **** im Arm aus dem Absinthrausch erwacht ist… aber ich schweife ab.
Ich fand das Album auch immer geil, eigentlich jeden Track. Hatte zwar nur 3 Maidenalben (auf Kassette), aber was solls. Hach, was waren das für Zeiten, mit Maiden, Metallica oder Manowar im Ohr im Bus zur Schule…